Montag, 2. juni 2008
Novak Djokovic hat den ersten Test in Roland Garros bestanden und den Franzosen Paul-Henri Mathieu im Achtelfinale ohne Mühe mit 6:4, 6:3, 6:4 bezwungen. Titelverteidiger Rafael Nadal fegte Fernando Verdasco mit 6:1, 6:0, 6:2 vom Platz und qualifizierte sich ohne Satzverlust fürs Viertelfinale.

In den ersten drei Runden zeigte sich Djokovic teilweise unkonzentriert und hatte immer wieder schwache Momente, nicht so gegen Mathieu. Der Weltranglisten-Dritte servierte ausgezeichnet - insgesamt 14 Asse - und nahm die Bälle jeweils früh im Aufstieg, wodurch der Serbe den 26-Jährigen aus Straßburg unter Druck zu setzen vermochte.

"Ich bin glücklich mit der Art und Weise wie ich gespielt habe. Es war viel besser als noch in den letzten drei Matches. Ich denke, ich war heute fokusierter und habe versucht, den Rhythmus oft zu wechseln", analysierte der Leader der Jahreswertung seine Leistung.

Gulbis sorgt für Furore

Mathieu kämpfte zwar vorbildlich, konnte aber die wenigen sich bietenden Chancen nicht nutzen. Der Junioren-Sieger der French Open 2000 verwertete nur eine von acht Breakchancen und produzierte insgesamt 36 unerzwungene Fehler. Damit verpasste die Nummer 19 der Weltrangliste die erstmalige Viertelfinal-Qualifikation bei einem Grand-Slam-Turnier.

Im Viertelfinale trifft Australian-Open-Champion Djokovic nun auf den 19-jährigen Ernests Gulbis, der Michael Llodra mit 6:4, 7:6 (7:4), 6:3 besiegte. Der Mann aus Jurmala in Lettland zeigte eine phänomenale Leistung und sorgt nach Siegen über Simon Greul, James Blake und Nicolas Lapentti weiter für Furore. Dank starken Aufschlägen und vor allem dank exzellenten Returns geriet er gegen den "Serve and Volley"-Spezialisten Llodra nie in Gefahr. Weder der extrovertierte Gegner noch das französische Publikum konnten den Weltranglisten-80. verunsichern. Nach 2:09 Stunden verwertete Gulbis seinen zweiten Matchball und ist damit die Entdeckung der ersten Turnierwoche.

Nadal demontiert Verdasco

Der Spanier Rafael Nadal hat unterdessen eine weitere Galavorstellung gezeigt und seinen Landsmann Fernando Verdasco richtiggehend demontiert. Der Weltranglisten-Zweite ließ sich auch von einer Regenpause und einem kleinen Hungeranfall nicht aus der Ruhe bringen. Gegen den leicht angeschlagenen Linkshänder Verdasco stand der Mallorquiner nach 1:54 Stunden und nur drei verlorenen Spielen als Sieger fest. Der dreifache French-Open-Champion agiert dieses Jahr noch stärker als in den Jahren zuvor und hat auf dem Weg ins Viertelfinale lächerliche 22 Spiele abgegeben.

Dort trifft Nadal mit Nicolas Almagro erstmals im Turnierverlauf auf einen Rechtshänder. Almagro beendete die Hoffnungen des 21-Jährigen Wildcard-Starters Jeremy Chardy, der sich sowohl im zweiten als auch im dritten Durchgang Satzbälle erarbeitete. Nach Siegen über David Nalbandian und Dimitri Tursunov musste sich der Franzose nach 2:48 Stunden mit 6:7 (0:7), 6:7 (7:9), 5:7 geschlagen geben. Der 22-jährige Almagro, der im Turnier schon 78 Asse geschlagen hat und den Nadal als "einer der besten Sandplatzspieler derzeit" bezeichnet, steht somit erstmals in der Runde der letzten Acht bei einem Grand-Slam-Event.
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Freitag, 30. mai 2008
Es ist soweit: Die French Open haben ihre ersten Sensationen. Der Franzose Jeremy Chardy warf in der 2. Runde den an sechs gesetzten Argentinier David Nalbandian mit 3:6, 4:6, 6:2, 6:1, 6:2 aus dem Wettbewerb. James Blake, Siebter der Setzliste, unterlag Ernst Gulbis mit 6:7 (2:7), 6:3, 5:7, 3:6.

Nachdem der 21-Jährige seinen zweiten Matchball verwandelt hatte, gab es kein Halten mehr: Der Mann aus Pau sprang über den Platz, ließ sich von den Fans feiern und darf sich nun auf ein Drittrunden-Duell mit Dimitri Tursunow aus Russland freuen. Nalbandian wurde seiner Favoritenrolle nur in den ersten beiden Sätzen gerecht und brach danach völlig ein.

Nach 83 Minuten war die Welt des French-Open-Halbfinalisten von 2004 und 2006 noch in Ordnung. Der Südamerikaner hatte die ersten beiden Sätze klar für sich entschieden und befand sich eigentlich auf der Siegerstraße. Doch Nalbandian scheint momentan einfach nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Schon zu Beginn des Monats sagte der 26-Jährige kurzfristig das Masters von Hamburg ab.

"Immer mehr Selbstvertrauen bekommen"

Chardy wiederum nutzte die Gunst der Stunde und zog erstmals in die 3. Runde eines Grand-Slam-Turnieres ein. In den letzten drei Sätzen demontierte er die ehemalige Nummer drei der Welt förmlich und verließ schließlich bei seinem ersten Fünf-Satz-Match auf der Tour als verdienter Sieger den Platz.

"Während des Spiels habe ich nicht an eine mögliche Niederlage gedacht, selbst als ich nach Sätzen mit 2:0 in Rückstand lag. Ich habe mir einfach gesagt: Es führt kein Weg daran vorbei - wenn ich hier gewinnen will, muss ich etwas ändern und unternehmen, um ihn aus dem Rhythmus zu bringen. Wenn mir das nicht gelungen wäre, hätte ich dieses Match verloren", betonte Chardy.

"Ich habe ein paar Dinge geändert, und das hat sich ausgezahlt. Er hatte dann eine schwächere Phase und ich habe immer mehr Selbstvertrauen bekommen. Dadurch kam Nalbandian nicht mehr ins Spiel zurück und ich habe ihm diese Möglichkeit auch nicht gegeben - darauf bin ich schon stolz", beschrieb der 21-Jährige seinen Weg zum Überraschungs-Erfolg.

Nadal und Federer souverän

Die Nummer sieben der Setzliste musste ebenfalls ein frühes Ausscheiden hinnehmen.
Blake gab gegen den Letten Gulbis gleich den ersten Satz mit 6:7 (2:7) im Tiebreak ab. Eine zwischenzeitliche Steigerung im zweiten Durchgang brachte den Satzausgleich (6:3), doch danach war es wieder Gulbis, der auftrumpfte und mit 7:5 und 6:3 die Überraschung perfekt machte. In der nächsten Runde trifft der 19-Jährige nun auf den Ekuadorianer Nicolas Lapentti.

Ohne Satzverlust hat
Rafael Nadal die dritte Runde erreicht. Gegen den französischen Linkshänder Nicolas Devilder siegte der Titelverteidiger nach mühevollem Start letztendlich deutlich mit 6:4, 6:0, 6:1. Sein nächster Gegner ist Jarkko Nieminen aus Finnland. Freuen konnte sich auch Roger Federer, der sich in 2:24 Stunden mit 6:7, 6:1, 6:0, 6:4 gegen den Spanier Albert Montanes durchsetzte. Der Schweizer steht damit ebenfalls in Runde drei und trifft auf den Kroaten Maria Ancic.

Ferrer demütigt Santoro

Im russischen Duell zwischen
Marat Safin und Nikolai Dawidenko behielt Letzterer deutlich die Oberhand. Im ersten Satz wehrte der 26-Jährige beim Stande von 5:6 drei Breakchancen ab und konnte ihn erst via Tie-Break für sich entscheiden. Anschließend zeigte sich der Weltranglisten-Vierte aber überlegen und feierte nach 2:16 Stunden mit einem 7:6 (7:4), 6:2, 6:2 den Einzug in die Runde der letzten 32, wo Dawidenko auf den Wildcard-Starter Wayne Odesnik aus den USA trifft.

Eine brutale Niederlage musste der in Frankreich äußerst beliebte Fabrice Santoro einstecken. Bei seinem 63. Grand-Slam-Turnier - was einen neuen Rekord darstellt - unterlag der 35-Jährige auf dem Centre Court David Ferrer in nur 1:24 Stunden mit 0:6, 1:6, 0:6. Der spanische Weltranglisten-Fünfte hat sich mit dieser Leistung definitiv in den Kreis der Mitfavoriten gespielt und trifft nun auf Lleyton Hewitt, welcher Mardy Fish mit 6:4, 6:3, 6:2 bezwang.
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Donnerstag, 29. mai 2008
Venus Williams hat bei den French Open die 3. Runde erreicht. Die US-Amerikanerin bezwang erwartungsgemäß Außenseiterin Selima Sfar aus Tunesien mit 6:2, 6:4. Jelena Jankovic aus Serbien kam ebenfalls zu einem Zweisatzsieg und schlug Marina Erakovic aus Neuseeland mit 6:2 und 7:6 (7:5).

Sfar sorgte zu Beginn gleich für Aufregung, als sie bereits im dritten Spiel der Favoritin das Aufschlagspiel abnahm und mit 2:1 in Führung ging. Williams ließ sich davon aber nicht beeindrucken, schaffte das Re-Break und holte sich danach vier Spiele in Folge zum Satzgewinn nach 35 Minuten.

Im zweiten Durchgang konnte die an Weltranglisten-Position 241 notierte Nordafrikanerin das Niveau der vierfachen Wimbledon-Siegerin deutlich länger halten. Die Entscheidung fiel schließlich beim Stand von 5:4 aus Sicht der an Position acht gesetzten Amerikanerin. Sfar servierte und geriet schnell mit 0:40 in Rückstand. Williams nutze schließlich nach einer Stunde und 33 Minuten den dritten Matchball mit einem schönen Vorhand-Schlag.

"Bin sehr gut in Form"

Nach der Begegnung sprach die Siegerin vor allem über ihre zahlreichen Netzangriffe. "Das ist nicht geplant. Es ist einfach so, dass ich mich dabei sehr gut fühle - ohne allerdings genau zu wissen, warum. Im Prinzip hätte ich das schon sehr viel früher in meiner Karriere so machen sollen", analysierte die Kalifornierin ihr Spiel.

In der nächsten Runde trifft die 27-Jährige nun auf Flavia Pennetta. Die Italienerin schlug Anastasia Pawliutschenkowa aus Russland mit 3:6, 6:1, 6:1. "Pennetta muss genau so wie ich an die Leistungsgrenze gehen. Ich bin aber sehr gut in Form und spiele aggressiver. Mein Ziel muss es sein, die Kontrolle in den Ballwechseln zu übernehmen", blickte Williams auf das bevorstehende Duell gegen die Italienerin voraus.

Jankovic nervenstark im Tiebreak

Jankovic hatte mit ihrer Gegnerin zunächst keine große Mühe und setzte sich im ersten Durchgang klar und deutlich mit 6:2 durch. Doch ähnlich wie Sfar gegen Williams steigerte sich auch Erakovic im zweiten Satz und stellte die Serbin vor ernsthafte Schwierigkeiten. Die Entscheidung fiel in einem sehr engen Tiebreak. Als Erakovic beim Stand von 5:6 einen leichten Ball ins Netz schlug, stand der Sieg der an Position drei gesetzten Jankovic fest.

Trotzdem gab es Grund zur Sorge bei der Serbin, die während des Matches mit Schmerzen im rechten Arm zu kämpfen hatte: "Es begann zu Beginn des zweiten Satzes und wurde dann immer schlimmer. Zudem waren die Bälle aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit schwerer als sonst und der nasse Platz machte das Spiel langsamer", erklärte Jankovic und ergänzte: "Momentan ist der Arm geschwollen. Meine Trainerin konnte mir zum Glück helfen, das Spiel zu Ende zu bringen. Darüber bin ich wirklich froh."

Die Belgraderin trifft nun auf Dominik Cibulkova aus der Slowakei, die sich problemlos mit 6:3 und 6:0 gegen die Venezolanerin Milagros Sequera behauptet hatte.
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Mittwoch, 28. mai 2008
Die French Open hätten am vierten Turniertag fast die erste Riesen-Sensation erlebt. Jewgenia Rodina hatte ihre topgesetzte Landsfrau Maria Scharapowa in der 1. Runde am Rande einer Niederlage, musste sich aber nach zwei Stunden und 28 Minuten mit 1:6, 6:3 und 6:8 geschlagen geben.
   
"Das war sicher nicht mein bestes Tennis aber ich muss versuchen, aus den Fehlern zu lernen. Heute hat vieles in meinem Spiel überhaupt nicht gepasst", erklärte Scharapowa nach dem Match. Die Russin wäre um ein Haar in die Geschichte eingegangen - als erste topgesetzte Spielerin seit 1968, die bereits nach der 1. Runde die Segel streichen muss.
   Quelle: Getty Images

Die Begegnung begann zunächst wie erwartet: Die Nummer eins der Welt diktierte das Spiel nach Belieben und holte sich den ersten Satz nach 29 Minuten klar mit 6:1. Dann aber schlug die Weltranglisten-103. überraschend zurück. Rodina wirkte im zweiten Durchgang wie ausgewechselt, servierte stark und glich mit 6:3 nach Sätzen aus.

Scharapowa hat zu diesem Zeitpunkt ihre Souveränität fast völlig verloren und leistete sich insgesamt 17 Doppelfehler. So kam es im dritten Durchgang zu einem Duell auf Augenhöhe. Als Rodina mit 6:5 in Führung ging, schien die Sensation möglich - doch Scharapowa behielt die Nerven, brachte ihr Aufschlagspiel durch und kam im Anschluss zum entscheidenden Break. Bei eigenem Service machte die 21-Jährige dann den Sack zu und bekommt es damit in der 2. Runde mit Bethanie Mattek aus den USA zu tun.
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Mittwoch, 28. mai 2008
Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin werden nicht mit dem DFB-Team zur Europameisterschaft nach Österreich und in die Schweiz fahren. Bundestrainer Joachim Löw teilte den drei Spielern mit, dass sich das Trainerteam in einer "Millimeter-Entscheidung" gegen das Trio entschieden hat.

Um 11:30 Uhr informierte Löw das Team über die finalen Änderungen. Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, betonte der Coach. "Die Entscheidung ist unserem Trainerteam sehr schwer gefallen. Es war eine Millimeter-Entscheidung, denn jeder der drei Spieler hätte es verdient gehabt, dem Europameisterschafts-Kader anzugehören", lobte Löw das Trio.

Spieler mit Perspektiven

"Dies ist keine Entscheidung gegen ihre Qualität, sie haben in dem Trainingslager auf Mallorca einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", erklärte der 48-Jährige. Helmes, Jones und Marin werden im Laufe des Tages die Heimreise antreten - doch Löw betonte, damit sei das Kapitel DFB-Team für die drei Akteure keines Falls beendet. "Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin haben gute Perspektiven, nach der EM wieder im Kreis der Nationalmannschaft dabei zu sein und eine gute Rolle zu spielen."

"Ich bin noch jung"

Das Trio nahm die Entscheidung des Trainerstabes größtenteils gelassen. "Es ist schade, dass ich nicht dabei bin. Aber ich habe immerhin mein erstes Länderspiel bestritten und bin noch jung", sagte Shooting-Star Marin, der dem Team ebenso die Daumen drückt wie die anderen beiden. "Für mich bricht keine Welt zusammen. Ich werde nach dem Urlaub wieder angreifen und hoffe, dass ich nach der EM eine neue Chance bei der Nationalmannschaft erhalte", blickte Helmes bereits in die Zukunft.

Einzig Jones zeigte sich enttäuscht. "Die Europameisterschafts-Teilnahme war mein großes Ziel, das ich nun nicht erreicht habe", gab der Schalker Einblick in sein Gefühlsleben. "Ich habe im Training alles gegeben und habe mir nichts vorzuwerfen. Jetzt werde ich erst mal abschalten, alles sacken lassen und mit der Familie in Urlaub fahren. Ich wünsche unserer Nationalmannschaft viel Erfolg", erklärte der 26-Jährige.

Aufatmen können dementsprechend Piotr Trochowski, David Odonkor und Oliver Neuville, die neben den drei nun Aussortierten auf der Liste möglicher Streichkandidaten standen. "Es ist für mich eine riesige Ehre und eine Bestätigung meiner Leistungen. Es ist eine tolle Aufgabe, im Kampf um den EM-Titel dabei sein zu können", zeigte sich Trochowski erleichtert. Auch der Bremer Tim Borowski wird bei der EM dabei sein. Der künftige Münchner musste nach einem grippalen Infekt mit dem Training aussetzen und demnach um das Euro-Ticket zittern.

"Er ist ein Spieler für die Zukunft"

Helmes verlor das Aufsteiger-Duell im Sturm erwartungsgemäß gegen Oliver Neuville. Löw entschied sich für die Erfahrung des Gladbachers und gegen die Jugend des Noch-Kölners. Den 35-Jährigen wird es gefreut haben, blieb ihm so eine dritte EM-Ausmusterung nach 2000 und 2004 erspart. Auch gegen Jones sprach dessen internationale Unerfahrenheit - insgesamt vertraut der Bundestrainer in Österreich und der Schweiz 15-WM-Teilnehmern von 2006.

Am überraschendsten kam die Ausmusterung des zuvor von Löw fast schon überschwänglich gelobten Marin. Der 19-Jährige hatte am Tag zuvor in Kaiserslautern beim enttäuschenden 2:2 noch sein Länderspiel-Debüt gefeiert. "Das macht mich stolz", kommentierte Marin. Löw hatte bereits direkt nach dem Abpfiff angedeutet, dass der nur 1,68 Meter kleine Marin wohl noch nicht reif ist für ein großes Turnier: "Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Er ist ein Spieler für die Zukunft", hatte Löw gesagt. Diese beginnt jetzt frühestens in der kommenden Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika.
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Mittwoch, 28. mai 2008
Die Casting-Show vom Betzenberg ist vorüber. Fazit: Es "löwt" noch nicht alles rund. Bundestrainer Joachim Löw dürfte wegen der Reduzierung seines Kaders auf 23 Spieler keine schlaflose Nacht auf Mallorca gehabt haben, wegen der schwachen Abwehrleistung seiner Elf jedoch wohl schon.

Neuling Marko Marin und der langzeitverletzte Christoph Metzelder machten beim mageren 2:2-Unentschieden im vorletzten Testspiel vor der EM 2008 besonders von sich reden - positiv sowie negativ. Vor 47.258 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion wackelten sowohl die Abwehr als auch Torhüter Jens Lehmann bisweilen gehörig. Neben Lehmann, der erst den vierten Schuss in der 35. Minute sicher abfangen konnte, präsentierte sich Metzelder fernab von seiner Bestform.


Der Abwehrchef wirkte neben der Spur, ließ jegliche Spritzigkeit und Schnellkraft vermissen und wurde zum Unsicherheitsfaktor."Wir sind gerade zum Schluss auf dem Zahnfleisch gegangen", gestand der 27-Jährige ein. "Natürlich fehlen noch einige Dinge, aber die letzten Trainingseinheiten waren sehr intensiv und sehr gut für mich. Gerade in der Abwehr muss man hochkonzentriert und frisch sein, um die Defensive zu organisieren. Das ist Per Mertesacker und mir insbesondere in der zweiten Hälfte nicht mehr gelungen", so Metzelder weiter.
 Quelle: Getty Images
 

Lehmann weckt böse Erinnerungen

Lehmann parierte die ersten harmlosen Bälle auf seinen Kasten mit einer Art Notfallprogramm. Dabei nahm er die Handinnenflächen und seine Fäuste zu Hilfe - seine Aktionen wirkten hilflos. Insbesondere bei hohen Bällen irrte er orientierungslos im Strafraum umher. Schnell wurden Erinnerungen wach an den schwachen Auftritt des Arsenal-Keepers gegen Österreich. In der zweiten Halbzeit steigerte sich der 38-Jährige und klärte kurz vor Ende der Partie mit einer Glanzparade, nachdem er beim 2:2-Ausgleichstreffer von Witali Bulyga nicht ganz machtlos war. Diesmal fand Lehmann in der flatterigen EM-Kugel den Schuldigen: "Ich komme mit dem Ball einfach noch nicht zurecht." Löw hält trotz der insgesamt mäßigen Leistung an seiner Nummer eins fest und will den Routinier auch bei der Generalprobe am kommenden Samstag gegen Serbien in Gelsenkichen in der Startelf aufbieten: "Er braucht die Spielpraxis", erklärte der Bundestrainer.

Das positive Element einer durchwachsenen DFB-Elf war zweifelsohne Marko Marin. Der 19-Jährige Flügelflitzer wirbelte die Abwehr der Weißrussen nach seiner Einwechslung fast nach Belieben durcheinander. Das Publikum auf dem Betzenberg dankte es dem Debütanten bei dessen Einlagen mit tobendem Szenenapplaus. Der "Spaßfußballer", der mit einer gehörigen Portion Nervosität ins Spiel ging, hofft nun auf einen Verbleib im 23 Mann starken EM-Kader: "Natürlich ist man aufgeregt und hofft dabei zu sein. Aber über Nacht kann man auch nichts mehr ändern. Also heißt es ganz einfach abwarten."

Wackelkandidaten fallen nicht ab

Neben dem Jungstar von Borussia Mönchengladbach verlieh Piotr Trochowski dem deutschen Spiel in der zweiten Halbzeit neuen Schwung. Der Hamburger setzte Akzente, schnappte sich bei einem 20-Meter-Freistoß den Ball und zirkelte das Leder knapp über die Querlatte. Von den weiteren Wackelkandidaten Patrick Helmes, Jermaine Jones, Oliver Neuville, und David Odonkor fiel ebenfalls keiner ab.

So blickt Fußball-Deutschland der Entscheidung von Löw, welche drei Spieler zu Hause bleiben müssen, mit Spannung entgegen. Vielleicht gibt es ja einen weiteren Paukenschlag à la Timo Hildebrand - beispielaweise, wenn der flinke Trochowski mit seinem starken Auftritt den in dieser Saison lange verletzten Bremer Tim Borowski aus dem Kader kegeln würde. Spätestens heute um 12:00 Uhr Mittag wissen wir mehr, wenn das vorerst letzte Geheimnis vor der EM gelüftet wird.
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Mittwoch, 28. mai 2008
Nikolai Dawidenko hat bei den French Open in Paris die zweite Runde erreicht. Der an Position vier gesetzte Russe setzte sich gegen den ehemaligen Australien-Open-Champion Thomas Johannson aus Schweden ohne Mühe mit 6:3, 6:3, 6:3 durch.

Bevor ihm der Regen einen Strich durch die Rechnung machen konnte, sicherte sich Dawidenko eine Zweitsatz-Führung gegen Johansson. Nach einer gut dreistündigen Unterbrechung knüpfte der 26-Jährige an seine starke Leistung an und beendete die Partie, indem er dem Schweden insgesamt fünf Mal den Aufschlag abnahm. Für die Nummer vier der Rangliste ist es bereits der achte Start am Bois de Boulogne. Dawidenko reiste mit 15 Sandplatzsiegen und dem Titel in Pörtschach im Gepäck nach Paris. Der Russe ist somit - hinter Nadal, Federer und Nalbandian - der erfolgreichste Spieler auf der roten Asche in dieser Saison.

Eine überraschende Erstrunden-Pleite musste Andreas Seppi einstecken. Nach zahlreichen verletzungsbedingten Rückschlägen zeigte der Kroate Mario Ancic eine beeindruckende Leistung gegen den gesetzten Südtiroler. Ancic darf durch seinen verdienten 6:2, 7:6 (7:1), 6:2-Erfolg noch ein bisschen länger in Paris verweilen.
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Dienstag, 27. mai 2008
Roger Federer hat den ersten Schritt auf dem Weg zu seinem großen Ziel gemacht - der Schweizer bezwang in der 1. Runde von Roland Garros Sam Querrey aus den USA mit 6:4, 6:4, 6:3 und darf damit weiter vom ersten French-Open-Titel seiner Karriere träumen.

"Die erste Runde bei einem Grand-Slam-Turnier ist immer gefährlich", unterstrich die Nummer eins der Welt die Bedeutung des Auftaktsieges - zumal Federer seinem Kontrahenten einiges zutraut: "Das ist ein aufstrebender Typ, daher bin ich erleichtert und zufrieden mit meiner Vorstellung", erklärte der Basler.

Federer bestimmte alle drei Sätze und ermöglichte dem Amerikaner während des gesamten Matches nur ein Break. Der Favorit selbst nahm seinem Gegenüber fünf Mal das Service ab und zog nach einer Spielzeit von 95 Minuten in die 2. Runde des mit 15,57 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Wettbewerbs ein. Querrey bot aber trotz der Niederlage eine passable Leistung und servierte mit 220 km/h den bis dato härtesten Aufschlag des Turniers.

Federers härtester Konkurrent im Kampf um die Krone von Paris, Sandplatz-König und Titelverteidiger Rafael Nadal, muss dagegen noch auf sein erstes Match warten. Aufgrund von Regen wurde die Partie des Mallorquiners gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien um einen Tag verschoben.
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Montag, 26. mai 2008
Bruno Labbadia ist neuer Trainer von Bayer 04 Leverkusen. Der 42-Jährige tritt beim Bundesligisten die Nachfolge von Michael Skibbe an. "Das ist eine große Herausforderung und für mich der nächste Schritt", sagte Labbadia bei seiner Vorstellung. Er trainierte zuletzt den Zweitligist Greuther Fürth.

Sein Leverkusener Vorgänger Skibbe war vor fünf Tagen entlassen worden, weil Bayer 04 als Tabellen-Siebter das Europacup-Ziel verfehlt hatte.

Der aus Italien stammende Labbadia hat als Fußball-Profi zwei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und insgesamt 328 Bundesliga-Einsätze unter anderem für Bayern München, Werder Bremen und den 1. FC Kaiserslautern bestritten. Leverkusen ist seine dritte Trainerstation. Erste Erfahrungen als Coach sammelte er von 2003 bis 2006 in Darmstadt. Die SpVgg Greuther Fürth, die er am 1. Juli 2007 übernommen hatte, schloss die Saison trotz hoher personeller Fluktuation mit einem respektablen 6. Tabellenplatz ab.

Quelle:Getty Images

"Wir haben einen Trainer gesucht, der unbelastet ist und zu unserem Spielsystem passt", begründete Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser die Entscheidung des Clubs.

Dem Wechsel nach Leverkusen gingen schwierige Verhandlungen voraus, weil sich Fürth-Präsident Helmut Hack lange gegen einen Wechsel des vertraglich gebundenen Labbadia ausgesprochen hatte. Der neue Hoffnungsträger der Leverkusener war bereits in den vergangenen Tagen neben Mirko Slomka und Morten Olsen als Skibbe-Nachfolger gehandelt worden.
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Montag, 26. mai 2008
Denis Gremelmayr hat sich am ersten Tag der French Open mit Novak Djokovic das Spiel des Tages geliefert. Der Lampertheimer unterlag dem Weltranglisten-Dritten nach sensationellem Start zwar mit 6:4, 3:6, 5:7 und 2:6, erkämpfte sich durch seinen Auftritt auf dem Centre Court aber viel Respekt.

Gremelmayr gab keinen Ball verloren und überzeugte besonders durch seine herausragende Laufarbeit an der Grundlinie. Im ersten Satz ging der 26-Jährige schnell mit 3:0 und Doppelbreak in Führung, ehe Djokovic etwas mehr Variation in sein Spiel brachte und zumindest die eigenen Aufschlagspiele hielt. Beim Stand von 5:2 verpasste die Nummer 64 der Welt zunächst die Chance auf den Satzgewinn, machte dies aber beim 5:4 besser und holte sich überraschend den ersten Durchgang.

Auch im zweiten Satz hielt Gremelmayr den immer druckvolleren und präziseren Grundschlägen des Weltranglisten-Dritten zunächst stand. Der French-Open-Debütant gab sich zu keinem Zeitpunkt im Match auf und lieferte den Zuschauern auf dem Centre Court Philippe Chatrier einen beherzten Kampf. Djokovic genügte ein Break zur 4:3-Führung, um sich anschließend bei eigenem Service das 6:3 und den 1:1-Satzausgleich zu sichern.

Gremelmayr gibt sich keine Blöße

Schnell geriet Gremelmayr im dritten Satz 2:5 in Rückstand. Mit einem großartigen Kampfgeist und hohem Kraftaufwand schaffte der Lampertheimer den Ausgleich zum 5:5, bevor "Nole" im Stil eines Topspielers genau im richtigen Moment die Big Points machte und den Satz 7:5 gewann. Der Bann des Deutschen schien gebrochen, denn der vierte Durchgang ging glatt mit 6:2 an den favorisierten Serben.

Nach holprigem Start war ein übernervöser Djokovic gegen Gremelmayr, der bis zuletzt an seine Chance glaubte, gefordert. "Er hat mich ein bisschen überrascht und völlig verdient den ersten Satz gewonnen", gab der 21-Jährige zu. "Ich bin auf einem guten Weg und kann mit meinem Spiel viele Leute ärgern. Leider habe ich einige Breakchancen nicht genutzt und am Ende hat er die wichtigen Punkte gemacht", bilanzierte Gremelmayr nach seinem couragierten Auftritt.

Schüttler unterliegt Blake

Ebenfalls in der ersten Runde ausgeschieden ist der Korbacher Rainer Schüttler. Der Australian-Open-Finalist von 2003 unterlag dem US-Amerikaner James Blake mit 4:6, 1:6 und 6:7 (3:7). Schüttler war im dritten Satz bereits mit 1:5 zurückgelegen, startete dann aber eine furiose Aufholjagd. Im Tie-Break machte Blake dann kurzen Prozess und verwertete nach 1:52 Stunden seinen ersten Matchball.
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Montag, 26. mai 2008
Lewis Hamilton hat im Regen-Chaos von Monaco den Durchblick behalten und die Führung in der WM-Wertung übernommen. Der McLaren-Mercedes-Pilot setzte sich vor Robert Kubica (BMW Sauber) und Felipe Massa (Ferrari) durch. Sebastian Vettel landete im Toro Rosso auf einem sensationellen fünften Platz.


Ferrari-Pilot Felipe Massa konnte seine Pole beim prestigeträchtigsten Rennen des Jahres nicht nutzen und hatte im Chaos von Monte Carlo auf Rang drei (+4,811) das Nachsehen. Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton hingegen zog das große Los bei der Regenlotterie im Fürstentum und beendete nach seinem zweiten Erfolg der Saison die Siegesserie der Scuderia, obwohl der Brite nach einem Reifenschaden in der fünften Runde bereits in die Box musste. Der 23-Jährige übernahm zudem auch wieder die Gesamtführung der WM-Wertung, da Weltmeister Kimi Räikkönen im Ferrari lediglich auf Platz neun landete (+33,792) und somit erstmals in dieser Saison leer ausging. "Das wird immer ein Highlight meiner Karriere sein", sagte Hamilton nach seinem Triumph.

Erstmals ohne Traktionskontrolle im Regen

Beim ersten Rennen unter feuchten Bedingungen seit dem Verbot der Traktionskontrolle ging es im Straßendschungel von Monte Carlo über lange Strecken äußerst chaotisch zu - es gab zahlreiche Berührungen, Rutscher, Kollisionen sowie Safety-Car-Phasen - verletzt wurde glücklicherweise niemand. Ständig wechselten die Witterungsverhältnisse, was die Teams in regelmäßigen Abständen zu Reifenwechseln an den Autos veranlasste.

Zu Beginn sah auf den regennassen Straßen alles nach einem Start-Ziel-Erfolg des Brasilianers Massa aus, doch nachdem sich dieser in der 15. Runde verbremste, verlor der Ferrari-Pilot die Führung an Robert Kubica. Nach einem regulären Boxenstopp des BMW Sauber-Piloten übernahm die Scuderia durch Massa wieder die Führung. In der 33. Runde verlor Massa diese aufgrund eines Tankstopps jedoch wieder und Lewis Hamilton setzte sich erstmals an die Spitze des Feldes, wo der Brite auch bis zum Ende des Rennens blieb.

"Das war ein Alptraum"

Zur tragischen Figur des Tages avancierte Adrian Sutil, der elf Minuten vor Schluss auf Rang vier in seinem Werksferrari von Räikkönen abgeschossen wurde. Während Räikkönen in seinem Ferrari nach einem Boxenstopp wieder weiterfahren konnte, musste der 25-Jährige seinen Force-India-Boliden verlassen. "Ich konnte es einfach nicht glauben. Das war wie ein Alptraum", sagte der zutiefst enttäuschte Sutil, der in der Box sogar einige Tränen verdrücken musste. "Dass es ausgerechnet mich trifft, wenn ich gerade vorne mitfahre, ist kaum zu fassen." Der 14. der WM-Wertung stand nach einem sensationellen Rennen mit 16 Überholmanövern kurz vor dem größten Erfolg seiner noch jungen Formel-1-Karriere, doch das Glück blieb ihm in der Regenlotterie an der Cote d'Azur verwehrt. ""Natürlich ist das hart für ihn. Es tut mir sehr Leid. Wenn ich es hätte entscheiden können, wäre ich nicht in ihn reingefahren. Aber so ist Rennsport", sagte Weltmeister Räikkönen.

Einziger Lichtblick unter den fünf deutschen Fahrern war Sebastian Vettel (+24,657) auf dem fünften Rang - der 20-Jährige sicherte sich im neuen Toro Rosso STR 3 die ersten vier Punkte des Jahres, obwohl er vom 18. Platz starten musste. Nico Rosberg erwischte nach einem starken Qualifying und einem Platz in der dritten Startreihe jedoch einen rabenschwarzen Tag - nach zwei gebrochenen Frontflügeln und einer hervorragenden Aufholjagd in den regennassen Straßen von Monte Carlo, verlor der 22-Jährige in der Schwimmbad-Passage die Kontrolle über seinen Williams-Boliden und musste das Rennen 17 Runden vor Schluss beenden. Rosberg blieb bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt.

Heidfeld im Pech

Timo Glock (Toyota) fuhr auch kein fehlerfreies Rennen und musste sich nach einigen Drehern und Zwangs-Boxenstopps mit Rang zwölf zufrieden geben. Während sein Teamkollege Robert Kubica sich dem Sieger Lewis Hamilton nur knapp geschlagen geben musste (+3,064), war Nick Heidfeld vom Pech verfolgt. Der BMW Sauber-Pilot landete auf dem letzten Platz (+ vier Runden) - zur Höchststrafe kam es jedoch bereits nach 19 Runden, als der Deutsche von seinem Teamkollegen überrundet wurde. Vorausgegangen war ein Auffahrfehler des Spaniers Fernando Alonso (Renault). "Er hat mein Auto komplett kaputt gemacht und danach ging nichts mehr", ärgerte sich Heidfeld, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz fünf lag. "Man braucht da keine Krise andichten. Es ist offensichtlich, dass ich im Moment nicht zu Recht komme, dass ich nicht die Pace fahren kann, die das Auto hat", ergänzte der Deutsche. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hingegen lobte die Leistung des 31-Jährigen: "Das war eine ganz andere Leistung als in der Qualifikation. Er ist aggressiv gefahren. So wollen wir ihn sehen."

In der Fahrerwertung führt Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) nach sechs Rennen mit 38 Punkten vor Kimi Räikkönen (35), Felipe Massa (34) und Robert Kubica (32). Nick Heidfeld ist auf Platz fünf (20) bester Deutscher. In der Konstrukteurs-Wertung liegt die Scuderia (69) vor den Silberpfeilen (53) und BWM Sauber (52).
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Samstag, 24. mai 2008
Nach der erwarteten Absage von Tommy Haas zog auch Nicolas Kiefer seine Teilnahme an den French Open zurück. Ohne hundertprozentige Fitness mache der Antritt bei einem der härtesten Turniere keinen Sinn, erklärte der 30-Jährige. Schon im Vorjahr hatte Kiefer wegen einer Handverletzung gefehlt.

Es hatte sich bereits angedeutet, als Nicolas Kiefer am Freitagnachmittag zutiefst enttäuscht den Platz des Düsseldorfer Rochusclubs verlassen hatte. Nach seiner Dreisatzniederlage gegen Dimitri Tursunow saß der Frust tief beim 30-Jährigen, besonders darüber, dass er sich so kurz vor den French Open nicht zu hundert Prozent wohl fühlte.

Seit seiner schweren Handgelenksverletzung vor genau zwei Jahren in Paris, die eine einjährige Zwangspause nach sich zog, hatte er stets betont, nur noch bei wichtigen Turnieren antreten zu wollen und vor allem nur dann, wenn er sich körperlich in optimaler Verfassung befände. Nach der Woche in Düsseldorf spürte Kiefer, dass das derzeit nicht der Fall ist und er gerade beim kräftezehrenden Sandplatzevent in Paris nicht konkurrenzfähig wäre. Als Konsequenz sagte er am Samstag seine Teilnahme ab.

"Muss zu hundert Prozent frisch sein"

"Das Wichtigste ist für mich, dass ich zu hundert Prozent frisch in ein Turnier reingehe und dass ich mich wohl fühle und Vertrauen habe. Wenn das nicht der Fall ist, dann macht es einfach keinen Sinn", erklärte Kiefer, der sich zudem noch eine Halsentzündung zugezogen hatte.

Für Kiefer hätte sich in Paris, wie er selbst es nannte, "der Kreis geschlossen", denn bei diesem Turnier wäre er genau seit einem kompletten Jahr wieder auf der Tour unterwegs gewesen. Der Hannoveraner hatte während dieser Zeit ein beeindruckendes Comeback hingelegt und sich innerhalb von nur vier Monaten zurück in die Top 50 gespielt. Er sei immer noch nicht satt, betonte Kiefer und schob damit auch etwaige Fragen nach einem baldigen Karriereende beiseite.

Kein Gedanke ans Karriereende

"Der einfachste Weg wäre es, alles einfach hinzuwerfen, aber dafür ist mir alles doch zu schade. Ich weiß, was ich alles investiert habe. Ich weiß, dass die Fans hinter mir stehen, und ich weiß, wie sehr ich diesen Sport liebe", sagte Kiefer, der bereits mit Wimbledon und den Olympischen Spielen in Peking die persönlichen Höhepunkte in diesem Jahr fest anvisiert hat. Im heimischen Hannover will er sich in den nächsten Tagen die nötige Fitness zurückholen und dann frühzeitig ins westfälische Halle reisen, um sich auf die Rasensaison vorzubereiten.

"Mit der momentanen Situation bin ich sicher nicht zufrieden, aber ich werde wieder auf den richtigen Weg zurückfinden. Nur ist es ein harter und steiniger Weg. Doch ich weiß ich ja, wofür ich jeden Tag so hart arbeite", sagte Kiefer. 
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Samstag, 24. mai 2008
Drei Tage nach der Niederlage im Endspiel der Champions League hat sich der FC Chelsea mit sofortiger Wirkung von Trainer Avram Grant getrennt. "Wir bedanken uns für die Arbeit von Avram Grant, die er seit September für den Verein geleistet hat", hieß es lapidar auf der Internetseite der "Blues".

Ein Nachfolger für den bei den Spielern umstrittenen Israeli steht noch nicht fest. "Wir werden uns nun voll darauf konzentrieren, einen neuen Trainer zu finden", heißt es in der Erklärung des englischen Vizemeisters. Bis dahin werde sich der Club nicht äußern.

Laut englischen Medienberichten soll der 53-Jährige, der die "Blues" kurz nach Saisonbeginn von Jose Mourinho übernommen hatte, eine Abfindung von rund sechs Millionen Euro erhalten. Bei den Spielern soll sich der Israeli, dessen Vertrag noch drei Jahre lief, bereits verabschiedet haben, meldete die Zeitung "Daily Telegraph".

Grant stand bei den "Blues" vom ersten Tag an in der Kritik. Das Erreichen des Champions-League-Finales konnte den Trainer am Ende ebensowenig retten, wie die Tatsache, dass er die englische Meisterschaft bis zum letzten Tag spannend halten konnte.
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Freitag, 23. mai 2008
Wie im Vorjahr muss Tommy Haas auf die Teilnahme bei den French Open in Paris verzichten. Der seit Jahren von Schulterproblemen geplagte Hamburger konnte seit April keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Die Fortsetzung seiner Karriere steht nach dem erneuten Rückschlag in Frage.

Die Karriere von
Haas war in den letzten Jahren eine Leidensgeschichte mit nur wenigen sportlichen Highlights. 2002 begannen seine Probleme mit der rechten Schulter. Der Wahl-Amerikaner musste mehrere Turniere und anschließend die gesamte nächste Saison verletzt absagen was das Abrutschen bis auf Position 349 in der Weltrangliste zur Folge hatte. Es gab berechtigte Zweifel, ob die ehemalige Nummer zwei des Rankings jemals wieder zu alter Stärke zurückfinden würde.

Haas widerlegte viele dieser Zweifel und erkämpfte sich einige beachtliche Erfolge. Der 30-Jährige gewann ab 2004 sechs seiner insgesamt elf Karriere-Titel, erreichte 2006 das Viertelfinale der US Open und kam bei den Australian Open 2007 gar bis ins Halbfinale. Dazwischen warfen ihn die Schulterprobleme aber immer wieder zurück.

Einziges Highlight in Indian Wells

Die aktuelle Saison hat
Haas noch wenig Freude beschehrt. Er konnte im Februar in Delray Beach erst verspätet ins Geschehen eingreifen und unterlag in der ersten Runde dem unbekannten Argentinier Diego Hartfield. Das einzige Highlight stellte das Masters-Turnier in Indian Wells dar, wo er mit Siegen über Andy Roddick und Andy Murray für aufsehen sorgte, bevor die Schulter das Viertelfinale gegen Roger Federer unmöglich machte. Es folgten zwei Startrunden-Niederlagen und die Absagen bei den BMW Open in München, dem Heimturnier am Rothenbaum und jetzt den French Open.

Bisher hat
Tommy Haas die Absage noch nicht kommentiert. Es dürfte aber auch dem aktuellen Weltranglisten-37. klar sein, dass die Zeit gegen ihn läuft und auch ein Karriereende eine mögliche Option darstellt.
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Freitag, 23. mai 2008















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Spielerdaten:  
Spielhand: rechts
Geburtstag: 26. September 1981
Nationalität: USA
   
Aktuelle Weltranglistenplatzierung: 5. Platz
Bestes french Open Ergebnis: Siegerin 2002                              
   
Equipment:  
Tennisschläger  
Griffband Tennisshirt / Tennispolo
Tennistasche Tennisrock


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Freitag, 23. mai 2008















Quelle: Getty Images


Spielerdaten:  
Spitzname: Nole
Geburtstag: 22. Mai 1987
Nationalität: Serbien
   
Aktuelle Weltranglistenplatzierung: 3. Platz
Bestes french Open Ergebnis: Halbfinalist 2007                          
   
Equipment:  
Tennisschläger  
Griffband Tennisshirt / Tennispolo
Saite Tennisshort
Tennistasche Tennisschuhe


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Freitag, 23. mai 2008















Quelle: Getty Images

Spielerdaten:  
Spielhand: rechts
Geburtstag: 6. November 1987
Nationalität: Serbien
   
Aktuelle Weltranglistenplatzierung: 2. Platz
Bestes french Open Ergebnis: Finalistin (2007)                           
   
Equipment:  
Tennisschläger  
Griffband Tennisshirt / Tennispolo
Saite Tennisrock
Tennitasche Anzug


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Freitag, 23. mai 2008















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Spielerdaten:  
Spielhand: rechts
Geburtstag: 27. Juni 1985
Nationalität: Russland
   
Aktuelle Weltranglistenplatzierung: 4. Platz
Bestes french Open Ergebnis: Finalistin (2006)                           
   
Equipment:  
Tennisschläger  
Griffband
Saite
Tennistasche


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